Pflege Zuverlässigkeit und Qualifikation

→ Pflege  Zuverlässigkeit und Qualifikation

»Pflegen kann Jede(r)« ist eine Aussage, die im Umfeld kompetenter und qualitätsorientierter Pflege heutzutage keinen Platz mehr hat.

Grundpflege und Behandlungspflege sind keine Hilfstätigkeiten; sie sollten nicht von ungelerntem oder notdürftig angelerntem Personal ausgeübt werden.

 Die Betreiber von Pflegeheimen oder Pflegediensten könnten im Versorgungsvertrag mit der Kasse zugesichert haben, dass sie – je nach Struktur und Pflegebedürftigkeit der zu betreuenden Menschen – für bestimmte Formen der Pflege und Betreuung ausschließlich Pflegefachkräfte einsetzen.

Hilfskräfte und ungelernte Mitarbeiter/innen reichen dafür nicht.

Die Qualität des Personals leitet sich vielmehr in fachlicher Hinsicht aus den beruflichen Abschlüssen ab; aber auch charakterliche Eignung und persönliche Zuverlässigkeit sind wichtige Merkmale.

 Damit in der Praxis des beruflichen Alltags keine Missverständnisse entstehen, weisen sich qualifizierte Pflegekräfte aus durch die Erlaubnis zum Führen der jeweiligen Berufsbezeichnung als »Gesundheits- und Krankenpfleger/in«, »Altenpfleger/in«, »Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in«.

Ich erläutere Ihnen im nachfolgenden Beitrag, welche Bedeutung diesem Zertifikat zukommt, und welche Auswirkungen es für die berufliche Stellung der einzelnen Pflegefachkraft aber auch für den Träger der Pflegeeinrichtung hat.

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Pflege Schlechtleistung

→ Pflege  Schlechtleistung

Maßstab dafür, wann bei einer Pflegefachkraft von »Schlechtleistung« gesprochen wird, ist der Arbeitsvertrag im Einzelfall und das Verständnis von den typischen, mit dem Berufsbild verknüpften theoretischen und praktischen Befähigungen.

Klassische Pflegeverrichtungen, ob der Grundpflege oder der Behandlungspflege, gehören zu den Hauptpflichten einer Pflegekraft.

Nebenpflichten sind keineswegs nebensächlich. Es gibt zahlreiche, auch ungeschriebene Nebenpflichten.

Dazu kommen die sog. »Soft Skills«, also die weichen Faktoren, zu denen Begriffe zählen wie »Teamfähigkeit« und »Sozialkompetenz«. Auch die Form in Umgang und Verhalten gehört zu einer ordnungsgemäßen Erfüllung des Arbeitsvertrags.

Ich definiere die einzelnen Leistungsmängel und zeige ihre Auswirkungen für den Arbeitnehmer (m/w/d) bzw. die Maßnahmen, die der Arbeitgeber treffen kann, von der Abmahnung bis zur (fristlosen) Kündigung.

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Pflege Selbstbestimmungsrecht

→ Pflege  Selbstbestimmungsrecht

Der Schutz der Würde und der allgemeinen Persönlichkeit der Bewohner ist auch im Pflegeheim unverzichtbar.

Für Pflege muss die Achtung des Selbstbestimmungsrechts der Bewohner eine Selbstverständlichkeit sein.

 Ich zeige, wie zentral das Selbstbestimmungsrecht der Bewohner ist und wie man sich als Pflegekraft im Alltag darauf einzustellen hat.

 Ein Hinweis: Der konkrete Beispielsfall spielt in einem Pflegeheim. Die Ausführungen zu den Grundrechten umfassen selbstverständlich auch den Umgang mit Patienten im Krankenhaus.

 Und: Im Folgenden stets »Bewohner« (=m/w/d).

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Pflege Behandlungspflege

→ Pflege  Behandlungspflege

 Grundpflege und Medizinische Behandlungspflege: Sie erfahren, warum die Abgrenzung für das Pflegepersonal wirklich wichtig ist.

 Es geht um die Bestimmung der Kernkompetenzen einer Pflegekraft. Dabei bleibt es immer heikel, zu bestimmen, wieviel Routine und Anwendersicherheit erwartet werden darf.

 Ich zeige, wie man sich als Pflegekraft selbst kritisch beobachtet, um zu erkennen, wo für einen selbst die Grenzen sicheren Handelns erreicht sind.

 Zur Qualität der Grundpflege: Der Satz »Pflegen kann jeder« gehört in die Mottenkiste. Gute Pflege will gelernt sein. Nur dann ist Qualität möglich.

 Für die Maßnahmen der Medizinischen Behandlungspflege trägt die Pflege die Durchführungsverantwortung. Ohne ärztliche Anordnung bleiben ihr derlei Maßnahmen allerdings verboten.

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Pflege Unterlassen

→ Pflege Unterlassen

Pflege • Das Unterlassen als Pflegefehler.

Nicht nur die »falsche« Pflegehandlung kann den Bewohner/Patienten in Gefahr bringen. Auch das »Vergessen« einer Anordnung oder das »Zu-Spät-Handeln« kann zum Schaden am Patienten/Bewohner führen.

→ Die Verantwortung für rechtzeitiges und sachgerechtes Handeln liegt bei der einzelnen Pflegekraft, und zwar bei der examinierten Pflegefachkraft wie auch beim Pflegehelfer gleichermaßen.

Wer den Patienten/Bewohner »liegen lässt«, nicht rechtzeitig versorgt, Notrufe überhört oder auf Beschwerden nicht reagiert, kann sich schadensersatzpflichtig machen, ja unter Umständen sogar strafbar.

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